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Ausstellungen - Vorankündigung Sonderausstellungen


Sonderausstellungen 2017

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SONDERAUSSTELLUNGEN 2017 PDF

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09.04. – 02.07.2017
Wie kommt der Kaktus in die Mode

Von der Idee zum Designprodukt - Studentenarbeiten des 16. Apoldaer Strick- und Textilworkshops

Am Anfang einer Kollektion steht immer die Inspiration! Diese schöpften die Teilnehmer am Apoldaer Textil- und Strickworkshop 2016 aus der geheimnisvollen Welt der Pflanzen: „The secret life of plants“ - so lautete das Thema, das Professoren der Kunsthochschulen Berlin-Weißensee und der Fachhochschule Trier den Modestudierenden vorgegeben hatten. Sie blickten dabei auf die 4. Thüringer Landesgartenschau, die von April bis September 2017 in Apolda stattfindet.
Dabei überraschten die angehenden Textil- und Modedesigner nicht mit  schwelgerischen Blütenträumen für raffinierte Sommerkleider. Sie fanden ihre Anregungen in der Malerei, beim Blick durchs Mikroskop und vor allem im Wachsen und Vergehen der Natur.

Die Ausstellung dokumentiert den Weg von der Ideenfindung, über Skizzen, Materialproben und Muster bis zur Umsetzung der Entwürfe an den Textilmaschinen und der abschließenden glanzvollen Präsentation auf dem Laufsteg. Sie zeigt die Arbeitsweise von Modedesignern: Wie aus der spielerischen Beschäftigung mit einem Thema Entwürfe entwickelt werden, wie aus Entwürfen und Experimenten konkrete Modeprodukte entstehen und welche Rolle dabei das Aufeinandertreffen junger Studenten mit erfahrenen Mitarbeitern in Textil- und Lederwarenunternehmen der Region spielt.

Der Strick- und Textilworkshop ist ein Projekt des APOLDA EUROPEAN DESIGN AWARD 2017. Veranstalter sind der Kreis Weimarer Land, die Kreisstadt Apolda und die Wirtschaftsfördervereinigung Apolda-Weimarer Land e.V. Die Teilnehmer sind Modestudenten aus Berlin, Trier, Paris und Barcelona.

Gastgebende Unternehmen: Anke Hammer StrickArt, kaseee (design & art), Kreßmann Strickmoden GmbH, Strickatelier Landgraf, Riedel exklusive Strickmode, strickchic GmbH, SL Moden und Lederatelier Apolda GmbH.

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16.07. – 10.09.2017
Aus Grau wird Grün -
Gärten und Parks in Apolda  

Der eigene Garten - geraume Zeit vielleicht ein wenig „aus der Mode“ geraten – erscheint  heute vor allem jungen Leuten wieder erstrebenswert: Ob zur Erholung oder als Möglichkeit, sich mit eigens angebautem Obst und Gemüse selbst zu versorgen.
Die Geschichte des Gartens als Ort der Kontemplation und des Müßiggangs, sowie des Genusses dessen, was der Boden dem Menschen an Nahrhaftem bietet, reicht weit zurück. Die Vorstellung vom Paradies als Garten, in dem der Mensch mit der Natur in Einklang lebt,  ist tief in unserer Kultur verankert. Vom griechischen Philosophen Platon (428 – 348 v.Chr.) wird berichtet, er habe seine Schüler unterrichtet, während er mit ihnen durch seinen Garten spazierte. Aber der Weg zu öffentlichen Gärten, Parkanlagen und den Gartensiedlungen der Moderne war langwierig.

Aus mittelalterlichen Klöstern ist die Bewirtschaftung kleiner Kräuter- und Gemüsegärten überliefert. Sie dienten nicht nur dem Lebensunterhalt der Klosterbewohner, sondern auch der Herstellung von Medizin. Doch mehr und mehr wurde der Garten zum architektonisch gestalteten Kleinod. Davon zeugen zahlreich erhaltene Schlossgärten. Trotz deren Verspieltheit und ihrem Pomp wurde der Versorgungsaspekt des Gartens nie aus den Augen verloren. Selbst berühmte Gartenanlagen wie der Schlossgarten von Versailles hatten Nutzflächen, die die Versorgung mit Obst und Gemüse sicherten.

Am Beispiel des Adels orientiert, begannen seit Beginn des 19. Jahrhunderts auch zu Wohlstand gelangten Fabrikanten, ihre Villen mit aufwändig angelegten Gärten zu umgeben. Darüber hinaus initiierten sie häufig die ersten öffentlichen Parkanlagen. Der Bau von Gartensiedlungen und die Anlage von Schrebergärten belegen zu Beginn des 20. Jahrhunderts neue Konzepte für die Gartennutzung.
 
Zeitgleich zur Landesgartenschau in Apolda 2017 erzählt die Ausstellung über Apoldaer Gärten und Parks. Ursprünglich mit geringem Baumbewuchs und von Kultursteppe umgeben, entwickelte sich Apolda von einer grauen Industriestadt zu einer Stadt mit zahlreichen grünen Oasen, die es zu entdecken gilt. Fotos, historische Gartenbaupläne und Dokumente beweisen: Apolda ist eine „grüne“ Stadt.

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24.09. -  30.12.2017
Ein Hauch von Hollywood
– was einst den Stars gehörte      

Egal ob Ansichtskarten, Briefmarken, Bierdeckel, Medaillen, Handtaschen oder Lesezeichen - fast alle Dinge werden nicht nur im Sinne ihrer Erfinder verwendet, sondern sie werden auch eifrig gesammelt.
Meist beginnt es mit einem „Zufallsfund“, der ein außergewöhnliches Interesse weckt, das sich zur Leidenschaft entwickelt.

Michael-Andreas Wahle ist leidenschaftlicher Filmfan! Sein Interesse gilt besonders der  amerikanischen Filmindustrie mit ihren Stars und „Sternchen“. Seit dreißig Jahren sammelt er persönliche Briefe und Dokumente, signierte Fotos, Schecks, Kleidungsstücke, Requisiten aus den Studios und Auszeichnungen der Filmakteure. Er ist nicht nur auf Autogrammbörsen vertreten, sondern auch bei Auktionen von „Christies“ und „Sotheby’s“. In seiner Sammlung findet man unterschriebene Agenturverträge von Bing Crosby, Richard Burton und Jim Carrey, ein Kleid von Barbra Streisand, Ballerinas von Cher, Utensilien aus dem Besitz von Humphrey Bogart, Katharine Hepburn und  Alfred Hitchcock sowie Requisiten aus dem Film „Titanic“ mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio.

Ein „echter“ Sammler strebt danach, möglichst viele Informationen und Kenntnisse über seine Sammlungsgegenstände zusammenzutragen. Und so weiß auch Michael-Andreas Wahle zu den meisten Ausstellungsexponaten spannende Geschichte zu erzählen.

Die europaweit einzigartige Sammlung wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem  mit dem Fachmedienpreis in der Rubrik „Generationen übergreifende Ausstellung” 2009 in Rüsselsheim.

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